Vom verwirrenden Leben im 21. Jahrhundert
Es ist einfach nicht allet supa!

Das Leben nach der Jahrtausendwende ist einfacher denn ja - so sagt man zumindest. Wir sind vom Jäger und Sammler zum Arbeiter und Konsumenten mutiert. Kartoffeln gibt es im Supermarkt und nicht mehr auf dem Feld. Fleisch gibt es an der Fleischtheke oder beim Metzger und muss nicht mehr erlegt und weiterverarbeitet werden.
Aber ist dieses Leben wirklich so toll und einfach? Es ist nicht vielmehr so, dass plötzlich ganz andere Schwierigkeiten auf uns zu kommen? Die Auswahl und Möglichkeiten sind nahezu uneingeschränkt.
Das geht beim Brötchen beim Bäcker los. Soll es lieber Vollkorn, Kürbiskern, Mohn, Sesam, Milch, mit Dinkel, mit Möhren, mit Zwiebeln oder doch nur die ganz normale Schrippe bzw. Semmel sein?
Auch der berufliche Werdegang ist heute mehr denn je selbstbestimmt. Ausbildung oder Studium? Festanstellung oder Freiberufler? Wissenschaftliche, soziale oder wirtschaftliche Karriere? Vielleicht doch lieber zu Hause bleiben und sich auch als Mann und Kinder und Haushalt kümmern? Alte Werte und Vorurteile sind längst überholt. Fast alles ist möglich.
Noch nie hatten die Menschen bisher so viele Möglichkeiten sich selbst zu bestimmen. Jeder hat es in der Hand, wie er und vor allem was er darstellt. Dadurch ist der Lebensweg auch mehr denn je durch Zweifel durchzogen - manchmal gar durch Verzweifelung.
Verstehen Deine Freunde und Bekannte das nicht, bei Dir ist doch allet supa!